Mein Leben war schon immer von Tieren geprägt. Ich erinnere mich gut an das Eichhörnchen, das mein Vater und ich gemeinsam retteten, an unsere zahlreichen Haustiere, die bei uns ein liebevolles Zuhause fanden, und vor allem an die vielen Hunde, die für mich einen ganz besonderen Platz einnehmen – damals wie heute.
Schon früh vermittelten mir meine Eltern den respektvollen Umgang mit allen Lebewesen. Sie lehrten mich, Tiere zu verstehen, auf ihre Bedürfnisse einzugehen und ihren Lebensraum zu achten. Als ich erkannte, dass ich eine besondere Verbindung zu Tieren – insbesondere zu Hunden – habe, wurde mir klar:
Ich möchte mit Hunden arbeiten.
Schon früh spürte ich die von Hunden nonverbale Kommunikation, das feine Gespür füreinander, wie ein enges Band das uns verbindet.
Heute, mit 31 Jahren, lebe ich meinen Traum. Ich habe vier Hunde aus dem Tierschutz, die auf teils schwierigen Wegen zu mir gefunden haben. Das Leben in einer Mehrhundehaltung ist für mich nicht wegzudenken – ich bin es gewohnt, mehr als eine Leine in der Hand zu halten. Es erfüllt mich, zu beobachten, wie Hunde untereinander kommunizieren, aufblühen und den Spaß ihres Lebens haben.
Meine 4 Hunde brachten alle ihre ganz eigenen „Baustellen“ mit: Hundebegegnungsprobleme, Trennungsstress, ausgeprägten Jagdtrieb und gesundheitliche Herausforderungen. Diese Erfahrungen motivierten mich, mich weiterzubilden. Ich besuchte zahlreiche Seminare, Erste-Hilfe-Kurse und Fortbildungen und absolviere schließlich die Ausbildung zur Hundetrainerin.
Seit über drei Jahren lerne ich nun intensiv – theoretisch wie praktisch –, um Hundeverhalten noch besser zu verstehen und Mensch-Hund-Teams zu einem harmonischen Miteinander zu verhelfen.
ZITAT
„Gutes Hundetraining erkennst du nicht daran, wie exakt ein Hund erwünschtes Verhalten ausführt – sondern daran, was passiert, wenn er es nicht tut.„ Clarissa v.Reinhardt
Aktuell biete ich einen Gassi-Service an, der selbstverständlich gewaltfrei und ohne aversive Reize wie Einschüchterung oder Schmerzzufügung arbeitet. Solche Methoden sind ethisch nicht vertretbar – und die moderne Verhaltensforschung zeigt klar, dass sie Probleme häufig verschärfen, statt sie zu lösen. Auch sogenannte „Schnelllösungen“, die unerwünschtes Verhalten über Nacht „wegtrainieren“, lehne ich ab. Echte Veränderung braucht Zeit, Wissen – und Vertrauen.
Denn Wissen schafft Verständnis. Und je besser wir ein Lebewesen verstehen, desto geduldiger und einfühlsamer können wir ihm begegnen. Gerade weil ich mit fühlenden Wesen arbeite, sind für mich kontinuierliche Fortbildungen unverzichtbar.

Tierschutz – meine zweite Leidenschaft
Auch im Tierschutz engagiere ich mich mit viel Herzblut und versuche stets, eine helfende Hand zu sein. Es gibt noch so viele Hundeseelen auf dieser Welt, die nicht dort sind, wo sie hingehören – die auf ein besseres Leben warten.